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Was ist die Konsumsteuer ?

Die Konsumsteuer ist ein anderer Name für die Mehrwertsteuer (TVA, VAT, ...).

Was ist der Vorteil der Konsumsteuer ?

In vielen Ländern wird die Arbeit stark besteuert und dadurch sehr teuer.
Investionen in Maschinen werden oft sogar mit Zuschüssen und Steuervorteilen vom Staat unterstützt.
Deshalb wird es für die Betriebe und Institutionen interessant möglichst viel Arbeit mit Maschinen zu verichten.
Dadurch bleibt weniger Arbeit für die Menschen.
Wird nicht die Arbeit besteuert sondern vor allem der Konsum, wird die Arbeit wieder konkurenzfähig.

Würde mam die meisten komplizierten Steuern durch eine hohe Konsumsteuer ersetzen, könnte mam das Steuersystem erheblich vereinfachen.
Daduch würde der administrative Aufwand für den Staat, die Betriebe und die Privatpersonen stark reduziert.
Zusätzlich würde es einfacher Schlupflöcher in der Steuergesetzgebung zu vermeiden.

Wie hoch sollte der Steuersatz sein ?

In vielen Ländern werden zikra 50% des Bruttosozialprodukts für öffentliche Aufgaben eingesetzt (Infrastruktur, Bildung, Sozialsystem, ...) und über diverse Steuern und Abgaben erhoben.
Wäre die Konsumsteuer die einzige Steuer wäre der Steuersatz zirka 50% des Verkaufspreises das heisst 100% des Gestehungspreises.
Der Gestehungspreis wäre allerdings viel geringer als in komplizierten Steuersystemen da er noch keine Steuern enthält.
Der Verkaufspreis bliebe +- unverändert. Anstatt vieler Steuern welche im Verkaufspreis verrechnet werden hätte man eine einzige Steuer.

Was hat die Konsumsteuer mit dem Grundeinkommen zu tun ?

1. Die Konsumsteuer verstärkt den Effekt des Grundeinkommens Arbeit billiger zu machen

Menschen die schon ein Grundeinkommen beziehen können für sehr niedrige Löhne arbeiten und trotzdem gut leben.
Dadurch wird menschliche Arbeit billiger (zumindest wenn der Arbeitgeber Jobs anbietet welche nicht nur finanziell attraktiv sind).
Wenn wir nicht die Arbeit sondern vor allem den Konsum besteuern, wird die Arbeit noch billiger und dieser Effekt des Grundeinkommens noch verstärkt.
Dies ist gut für die Wirtschaft (preiswerte Produktion und Dienstleistungen werden ermöglicht)
und für die Arbeitnehmer (Arbeitgeber bieten attraktive Jobs und Rahmenbedingungen um Arbeitnehmer anzuziehen und zu behalten).

2. Die Konsumsteuer wird durch das Grundeinkommen sozial gerecht

Die Konsumsteuersätze sind gleich für alle.
Das Grundeinkommen ist notwendig um die Einkommensschwachen weniger zu belasten.
Ist der Steuersatz z.B. 50% des Verkaufspreises hat mann folgende Entwicklung je nach zusätzlichem Einkommen:

Zusätzliches Einkommen
Netto Steuersatz
Kleiner als das Grundeinkommen Negativ. Sie bekommen mehr vom Staat als sie bezahlen.
Grösser als das Grundeinkommen Positiv. Sie zahlen mehr Konsumsteuer als der Betrag des Grundeinkommens.
Sehr hoch Bis fast 50% des Einkommens.

3. Das Grundeinkommen reduziert die Lohnsteuer- aber nicht die Konsumsteuer-einnahmen

Durch das Grundeinkommen werden mehr Menschen auf bezahlte Arbeitsplätze verzichten oder Teilzeit-Jobs annehmen.
Dies ist kein Problem für die Wirtschaft da durch den Einsatz von Maschienen und neuen Technologien die Produktivität ständig steigt und weiterhin genug produziert wird.
Da nur noch ein Zusatz zum Grundeinkommen gezahlt wird nimmt die Lohnmasse erheblich ab.
Dadurch wird das Lohnsteuereinkommen des Staates einbechen.
Durch das Grundeinkommen können die Leuten weiterhin kaufen und die Konsumsteuer zahlen.

Gibt es Schlupflöcher um die Konsumsteuer nicht zu zahlen ?

Ist der Steuersatz sehr hoch, wird es interessant Schlupflöcher auszunutzen, sogar wenn dies kompliziert und teuer ist.

Schlupfloch 1

Ich kaufe alles im Ausland.

Wie schon bei der Beschreibung der Konsumsteuer erläutert, wird der Verkaufspreis kaum durch die Konsumsteuer verändert.
Viele kleine Steuern im Gestehungspreis werden durch eine hohe Konsumsteuer ersetzt. Der Verkaufspreis bleibt +- unverändert.
Verschiedene Waren oder Dienstleistungen können im Ausland billiger sein. Es kann aber auch umgekehrt sein.
Die Konsumsteuer verändert das Gleichgewicht des grenzüberschreitenden Handels nicht wesentlich.

Schlupfloch 2

Will man sich z.B. ein Haus kaufen könnte mam den Preis halbieren wenn mann die Konsumsteuer nicht zahlen müsste.
Dies ist relativ einfach.
Ich gründe eine Firma welche das Haus kauft und es mir als Geschäftsinhaber gratis zur Verfügung stellt.
Firmen zahlen die Mehrwertsteuer beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen.
Beim Verkauf kassieren sie die Mehrwertsteuer für den Staat.
Periodisch zahlen sie die Differenz an die Steuerverwaltung. Dies enspricht der Steuer auf dem geschaffenen Mehrwert.
Meine Firma hat sehr viel Mehrwertsteuer bezahlt und keine kassiert. Die Differenz ist negativ und die Firma bekommt die ganze Mehrwertsteuer zurückerstattet.
Damit kann sie die Hälfte des Darlehens zurück zahlen. Das Haus hat mich nur die Hälfte gekostet. Es gehört meiner Firma und damit mir.
Renovierungen und laufende Kosten werden über die Firma mit der gleichen Methode steuerfrei abgewickelt.
Die Kosten für die Gründung und Verwaltung der Firma sind gering verglichen mit dem erzielten Gewinn.

Lösung 1 (naheliegend aber nicht gut)

Firmen müssen die ganze kassierte Konsumsteuer an den Staat zahlen. Sie können also die gezahlte Steuer nicht mehr abziehen.

Dies ist leider schlecht für kleine Betriebe. Sie kaufen viele Produktionsgüter und Dienstleistungen und zahlen viel Konsumsteuer.
Riesige Betriebe können fast alles selbst produzieren (von den Einzelteilen bis zum Endprodukt inklusive verschiedenste Dienstleistungen) und kaufen sehr wenig. Sie zahlen wenig Konsumsteuer.
Kleine Betriebe würden fast alle verschwinden und es würde extrem schwierig eine neue Firma zu gründen.

Lösung 2 (naheliegend aber nicht gut)

"Fiktive" Firmen werden nicht erlaubt.

Wie definiert mam "fiktive" Firmen ?

Notfalls verkauft meine Firma einige Waren oder Dienstleitungen um als "richtige" Firma anerkannt zu werden.
Wenn nötig bezahle ich einen Angestellten welcher das Haus reinigt oder ich zahle der Firma eine bescheidene Miete oder ...

Der Wettkampf zwischen Gesetzgeber und "fiktiven" Firmen führt zu komplizierten Gesetzen und viel Bureaukratie. Dies wird allgemein Firmengründungen erschweren und den administrativen Aufwand ins Absurde steigern.
Nur reiche Leute werden noch vom Schlupfloch profitieren.

Lösung 3 (einfach aber effektiv)

Der Staat zahlt keine negative Differenz an die Firmen.

Im Beispiel bekäme meine Firma die Mehrwertsteuer nicht zurückerstattet und ich hätte nichts gewonnen.
Negative Differenzen (kurz nach Firmengründung oder während Saisonal- oder Konjunktur-bedingten schlechten Verkaufsperioden) könnten auf spätere Geschäftsperioden angerechnet werden so dass kleine Betriebe auf Dauer nicht benachteiligt werden.

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